Mein Jahresrückblick der Hochzeitssaison 2024



Mein Jahresrückblick 2024 – Ein Jahr voller Entwicklung, Emotionen und unvergesslicher Feiern

Fast zwanzig Jahre ist es inzwischen her, dass ich das erste Mal Musik aufgelegt habe. Damals noch mit CDs, einem Laptop und einer Maus auf einer kleinen Geburtstagsparty. Wenn ich heute alte Bilder anschaue und mein damaliges Equipment mit meinem heutigen Setup vergleiche, muss ich manchmal selbst schmunzeln. Gleichzeitig macht es mich aber auch ein bisschen stolz zu sehen, wie sich aus einem kleinen Hobby über die Jahre etwas entwickelt hat, das mir heute unglaublich viel Freude bereitet.

2024 war für mich genau so ein Jahr, in dem ich diese Entwicklung besonders gespürt habe. Ich durfte wieder viele Hochzeiten begleiten, bekannte Locations erneut besuchen und auch einige neue Orte kennenlernen. Gleichzeitig entwickelte sich aber auch mein gesamtes DJ-Setup weiter. Mit dem Wolfmix hielt eine neue Lichtsteuerung Einzug, die ich über viele Wochen programmiert und getestet habe. Mir wurde immer wichtiger, nicht nur für gute Musik zu sorgen, sondern den gesamten Raum in eine besondere Atmosphäre zu tauchen. Licht wurde für mich immer mehr zu einem aktiven Bestandteil der Feier und nicht mehr nur zu einer Beleuchtung der Tanzfläche. Rückblickend war 2024 deshalb nicht nur ein Jahr voller schöner Hochzeiten, sondern auch ein Jahr, in dem ich mich persönlich und technisch noch einmal ein gutes Stück weiterentwickelt habe.

Los ging die Hochzeitssaison ausgerechnet dort, wo die vorherige aufgehört hatte – im Palmspring in Bad Peterstal. Irgendwie musste ich selbst schmunzeln, als ich dort wieder aus dem Auto stieg. Die letzte Hochzeit des Jahres 2023 durfte ich genau an diesem Ort begleiten und nun begann hier auch die neue Saison. Einen besseren Start hätte ich mir eigentlich kaum wünschen können.

Wie schon im Jahr zuvor wurde auch diesmal wieder unglaublich ausgelassen gefeiert. Rund hundert Gäste begleiteten das Brautpaar durch ihren großen Tag. Nach einem entspannten Sektempfang, vielen lustigen Rückblicken aus dem Leben der beiden und einem kleinen, nennen wir es einmal “sehr fairen” Wettkampf um ein Engelsgeschenk, wurde schließlich der Hochzeitstanz eröffnet. Ab diesem Moment war die Tanzfläche praktisch den ganzen Abend über gefüllt. Es war einer dieser Abende, an denen einfach alles zusammenpasste: die Musik, die Gäste, die Stimmung und natürlich auch die Location.

Gleichzeitig war es für mich einer der ersten größeren Einsätze meines weiterentwickelten Lichtkonzepts. Das mittlere Plus Lichtpaket mit den Moving Heads und der Traverse sorgte zusammen mit der Ambientebeleuchtung wieder für genau dieses Clubgefühl, das ich in den vergangenen Jahren immer weiter verfeinern wollte. Gerade im Palmspring kommt diese Kombination besonders gut zur Geltung und ich merkte an diesem Abend erneut, wie sehr eine durchdachte Lichtstimmung die Atmosphäre einer Feier beeinflussen kann. Es sind oft genau diese kleinen Details, die viele Gäste gar nicht bewusst wahrnehmen, die aber am Ende entscheidend dazu beitragen, wie sich ein Abend anfühlt.

Was mir allerdings rückblickend ebenfalls sofort einfällt, ist das Wetter. Ich glaube, kaum eine Hochzeit im Jahr 2024 verlief genau so, wie sie ursprünglich geplant war. Gefühlt gehörten dunkle Wolken, spontane Planänderungen und der regelmäßige Blick auf die Wetter-App fast schon zum festen Programm. Mal musste eine freie Trauung kurzfristig verlegt werden, mal fiel der Sektempfang ins Wasser und manchmal hoffte einfach jeder darauf, dass die nächste Regenwolke doch noch vorbeiziehen würde. Trotzdem habe ich selten erlebt, dass sich ein Brautpaar davon die Stimmung vermiesen ließ. Im Gegenteil – oft sind gerade diese ungeplanten Momente diejenigen, an die man sich später am besten erinnert.

So führte mich eine der nächsten Hochzeiten in den wunderschönen Henslerhof nach Hinterzarten. Mitten im Schwarzwald gelegen gehört diese Location zweifellos zu den schönsten, die unsere Region zu bieten hat. Auch hier zeigte sich das Wetter wieder von seiner wechselhaften Seite. Nach einem leckeren Buffet, einigen lustigen Rückblicken auf das Leben des Brautpaares und dem Hochzeitstanz begann schließlich die Party. Ich muss an dieser Stelle aber auch einmal ehrlich sein: Nicht jeder Abend startet für einen DJ mit einer sofort vollen Tanzfläche.

Direkt nach der Eröffnung hatte ich an diesem Abend tatsächlich ein wenig mit der frisch eröffneten Bar zu kämpfen. Während sich dort zunächst viele Gäste trafen, blieb es auf der Tanzfläche noch etwas ruhiger. Solche Situationen gehören einfach dazu und genau darüber darf man meiner Meinung nach auch einmal sprechen. In den sozialen Medien sieht man oft nur perfekte Bilder und volle Tanzflächen. Die Realität sieht manchmal etwas anders aus. Entscheidend ist aber nicht, wie die ersten zwanzig Minuten aussehen, sondern wie der Abend endet. Nach und nach füllte sich die Tanzfläche immer mehr, die Stimmung wurde von Lied zu Lied besser und irgendwann wollten die Gäste überhaupt nicht mehr aufhören zu feiern. Als am Ende sogar noch nach einer Zugabe gerufen wurde, musste ich selbst schmunzeln. Genau solche Abende zeigen mir immer wieder, dass Geduld manchmal der wichtigste Begleiter eines DJs ist.

Eine Hochzeit, die mir in diesem Zusammenhang ebenfalls sofort einfällt, führte mich auf das Schloss Staufenberg nach Durbach. Allein die Aussicht von dort oben ist jedes Mal beeindruckend und eigentlich war geplant, die Gäste bei einem Glas Sekt auf der Terrasse zu empfangen. Begleitet von entspannten Lounge-Beats und einem Pianisten hätte das mit Sicherheit eine ganz besondere Atmosphäre ergeben. Doch wie so oft in diesem Jahr hatte das Wetter andere Pläne und der komplette Empfang musste kurzfristig nach innen verlegt werden.

Trotzdem wurde dieser Tag einer der emotionalsten des ganzen Jahres. Schon beim Eintreffen des Brautpaares standen alle Gäste Spalier und ein guter Freund überraschte die beiden mit einem selbst gesungenen Lied. Bereits nach den ersten Zeilen flossen die ersten Tränen und man merkte sofort, wie persönlich dieser Moment für alle Beteiligten war. Anschließend übernahm Pianist Benedikt Weigmann den musikalischen Teil des Nachmittags, bevor ich später am Abend die Party begleiten durfte.

Was mir von dieser Hochzeit aber bis heute besonders in Erinnerung geblieben ist, war der Abschluss. Derselbe Freund, der den Tag musikalisch eröffnet hatte, beendete ihn viele Stunden später mit einem weiteren selbst gesungenen Lied. Irgendwie schloss sich dadurch der Kreis. Der Tag begann mit Gänsehaut und endete genauso emotional. Solche Momente erlebt man als DJ nicht oft und genau deshalb bleiben sie einem auch Jahre später noch im Gedächtnis.

Nicht jede Hochzeit lebt allerdings von großen Emotionen. Manchmal sind es einfach die ausgelassene Stimmung, die lockere Atmosphäre oder die Gäste selbst, die einen Abend besonders machen. So durfte ich im Laufe des Jahres auch die Hochzeit von Rabea und Felix im Molino in Ichenheim begleiten. Die toskanisch angehauchte Location mit ihrem separaten Tanzsaal sorgt automatisch dafür, dass sich der Abend ein wenig anders entwickelt als in vielen klassischen Hochzeitssälen. Während im einen Raum noch gemütlich zusammengesessen wurde, wartete nebenan bereits die Tanzfläche auf ihren Einsatz.

Als das Brautpaar schließlich mit einem schwungvollen Hochzeitstanz den Partyabend eröffnete, dauerte es nicht lange, bis sich die Tanzfläche füllte. Vor allem die 90er, Ballermann-Hits und jede Menge Mitsing-Klassiker sorgten dafür, dass bis zur Sperrstunde um drei Uhr praktisch durchgehend gefeiert wurde. Obwohl in der Location bereits eine Lichtanlage vorhanden war, entschied ich mich auch hier wieder dafür, mein eigenes Lichtkonzept aufzubauen und die Tanzfläche zusätzlich mit Ambientebeleuchtung einzurahmen. Genau solche Abende bestätigten mich immer wieder darin, dass Licht weit mehr ist als nur ein paar bunte Scheinwerfer. Es verändert den gesamten Raumeindruck und trägt entscheidend dazu bei, wie sich eine Party anfühlt.

Nach einigen eher regnerischen Wochen meinte es das Wetter schließlich doch noch einmal gut mit uns. Auf Burg Windeck in Bühl durfte ich Nathalie und Daniel an ihrem großen Tag begleiten – bei strahlendem Sonnenschein und hochsommerlichen 35 Grad. Endlich einmal keine Regenwolken, dafür allerdings Temperaturen, die allen Beteiligten einiges abverlangten. Zum Glück bietet der Außenbereich der Burg mit seinen großen Bäumen genügend Schatten und einen traumhaften Blick über die Rheinebene, sodass die Gäste die Zeit bis zum Abend trotzdem genießen konnten.

Als die Sonne langsam unterging und die Temperaturen etwas angenehmer wurden, änderte sich auch die Stimmung. Die Tanzfläche füllte sich immer mehr und gefeiert wurde schließlich bis halb fünf Uhr morgens. Kurz bevor sich die Gäste auf ihre Zimmer verabschiedeten, griff noch einmal einer der Gäste zum Mikrofon und sang ein sehr emotionales Lied für das Brautpaar. Nach einem langen, heißen und wunderschönen Sommertag hätte es kaum einen passenderen Abschluss geben können.

Überhaupt fiel mir 2024 immer wieder auf, wie unterschiedlich Hochzeiten ihren ganz eigenen Höhepunkt haben können. Mal ist es eine volle Tanzfläche bis in die frühen Morgenstunden. Mal ist es ein Feuerwerk, das den Nachthimmel erleuchtet. Und manchmal reicht schon ein einziger persönlicher Song oder eine kleine Überraschung, damit ein Tag für alle unvergesslich bleibt.

Ein weiteres Highlight des Jahres war für mich die Hochzeit in der Orangerie in Kehl. Diese Location begleitet mich inzwischen schon seit einigen Jahren und trotzdem fühlt sich jede Feier dort wieder anders an. An diesem Tag meinte es das Wetter endlich einmal gut mit uns und die rund achtzig Gäste konnten den größten Teil der Feier bei strahlendem Sonnenschein genießen.

Einen besonderen Moment gab es allerdings erst am Abend. Während viele Hochzeiten mit einem Hochzeitstanz in die Party starten, wartete das Brautpaar hier zunächst noch mit einem beeindruckenden Feuerwerk auf. Für einen kurzen Moment richteten sich alle Blicke in den Himmel, bevor es anschließend direkt auf die Tanzfläche ging. Doch selbst dort hatten die beiden noch eine Überraschung vorbereitet. Gemeinsam mit ihren Gästen wurde spontan ein einstudierter Gruppentanz aufgeführt, bei dem wirklich jeder mitmachte. Innerhalb weniger Minuten war die Tanzfläche komplett gefüllt und genau diese lockere Stimmung zog sich anschließend durch den gesamten Abend. Es wurde gesungen, gelacht und bis halb drei ausgelassen gefeiert.

Während sich die Gäste von Hochzeit zu Hochzeit natürlich unterschieden, entwickelte sich mein eigenes Equipment im Hintergrund ebenfalls immer weiter. Viele bekommen davon während einer Feier gar nicht so viel mit, aber gerade 2024 habe ich unzählige Stunden investiert, um meine Lichtshow noch einmal auf ein neues Niveau zu bringen. Seit Ende 2023 beschäftigte ich mich intensiv mit dem Wolfmix – einer neuen Lichtsteuerung, die ich zunächst zuhause programmierte und testete, bevor sie schließlich ihren festen Platz auf meinen Veranstaltungen bekam.

Rückblickend war das eine der besten Entscheidungen des Jahres. Natürlich geht es auf einer Hochzeit in erster Linie um die Menschen, die Musik und die gemeinsame Zeit. Trotzdem bin ich überzeugt, dass Licht einen enormen Einfluss auf die Atmosphäre hat. Gerade bei den größeren Lichtpaketen mit mehreren Moving Heads entstehen dadurch ganz andere Stimmungen als noch vor einigen Jahren. Viele Gäste nehmen das wahrscheinlich gar nicht bewusst wahr. Sie merken nur, dass sich die Tanzfläche irgendwie lebendiger anfühlt.

So verging die Hochzeitssaison schneller, als mir eigentlich lieb war. Ehe ich mich versah, stand bereits die letzte Hochzeit des Jahres bevor. Diese führte mich ins Carl-Caspar-Haus nach Reute bei Emmendingen, wo Sabrina und Florian gemeinsam mit über 160 Gästen ihren großen Tag feierten.

Schon beim Betreten des Saales merkte man sofort, wie viel Liebe in der Dekoration steckte. Das Brautpaar hatte den Raum mit unzähligen Lichterketten und vielen kleinen Details geschmückt, während ich mit der Ambientebeleuchtung die Wände, den Saal und später auch den Außenbereich in stimmungsvolles Licht tauchte. Als die Gäste den Raum betraten, hörte man von vielen Seiten ein begeistertes „Ohhh“. Genau solche kleinen Reaktionen freue ich mich jedes Mal besonders, denn sie zeigen, dass sich der Aufwand gelohnt hat.

Nach der Trauung, dem Sektempfang, einem hervorragenden Buffet und einigen Reden wurde schließlich gegen 23 Uhr die Tanzfläche eröffnet. Von diesem Moment an wurde bis vier Uhr morgens getanzt, gesungen und gefeiert. Es war ein wunderschöner Saisonabschluss mit einer tollen Stimmung und einer Tanzfläche, die den ganzen Abend über hervorragend gefüllt war.

Was mich an diesem Abend aber am meisten berührt hat, passierte gar nicht während der Party.

Während ihrer Rede bedankten sich Sabrina und Florian plötzlich bei mir und fanden einige unglaublich wertschätzende Worte über meine Arbeit. Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet. Natürlich freue ich mich immer über eine volle Tanzfläche oder über begeisterte Gäste. Aber wenn sich ein Brautpaar an seinem Hochzeitstag die Zeit nimmt, sich öffentlich bei seinem DJ zu bedanken, dann ist das etwas ganz Besonderes. Solche Momente kann man weder planen noch erwarten. Umso mehr bleiben sie einem im Herzen.

Als ich nach dieser letzten Hochzeit mein Equipment wieder im Auto verstaut hatte und nach Hause fuhr, wurde mir bewusst, wie schnell dieses Jahr eigentlich vergangen war. So viele unterschiedliche Menschen, so viele wunderschöne Locations, unzählige emotionale Augenblicke und wieder einmal die Erkenntnis, dass keine Hochzeit der anderen gleicht. Jede Feier erzählt ihre eigene Geschichte und genau das macht diesen Beruf für mich bis heute so unglaublich spannend.

Ich denke an den ersten Abend im Palmspring, an das wechselhafte Wetter, das uns fast die ganze Saison begleitet hat, an emotionale Live-Gesänge im Schloss Staufenberg, an heiße Sommernächte auf Burg Windeck, an Feuerwerk und Gruppentänze in der Orangerie, an viele volle Tanzflächen und an die zahlreichen Begegnungen mit Menschen, die mir ihr Vertrauen geschenkt haben.

Vor allem aber denke ich daran, wie sehr ich mich in diesem Jahr weiterentwickeln durfte. Nicht nur technisch mit neuer Lichtsteuerung und neuen Ideen, sondern auch menschlich. Mit jeder Hochzeit sammelt man Erfahrungen, lernt dazu und nimmt etwas für die nächste Feier mit. Vielleicht ist genau das einer der schönsten Aspekte dieses Berufs: Man hört nie auf zu lernen.

Zum Schluss bleibt mir deshalb einfach nur Danke zu sagen.

Danke an alle Brautpaare, Familien, Trauzeugen, Gäste, Fotografen, Trauredner, Musiker, Caterer und Dienstleister, mit denen ich 2024 zusammenarbeiten durfte. Danke für euer Vertrauen, für die vielen Gespräche, für euer Lachen, eure Emotionen und für die unzähligen Stunden auf den Tanzflächen.

Ich freue mich schon jetzt darauf, welche Geschichten das nächste Jahr wieder schreiben wird. Denn wenn mich die vergangenen Jahre eines gelehrt haben, dann dies: Die schönsten Erinnerungen entstehen meistens genau dann, wenn nicht alles nach Plan läuft. 😊

DJ Hörnle – Regionaler DJ aus Lahr für Hochzeiten in Südbaden

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nmcm